CONFETTIMAN

Das Leben ein Fest

 

von Michael Miensopust und Anne-Kathrin Klatt

 

„Steht der Mond auch am Himmel, wenn keiner hinschaut?

Weiß der Hase, dass er im Universum lebt?

Ist der Stuhl nur gedacht? Was ist Realität?“

Ein Mensch lebt sein Leben in sicheren Bahnen. Denkt er. Doch wie reagiert er, wenn plötzlich etwas geschieht, was dieses Weltbild der vermeintlichen Kontrolle ins Wanken bringt?

Der „Confetti Man“ ist ein verrückt-schräges Gedankenexperiment zwischen Pseudowissenschaft und Trash. Ein Abend voller Augenzwinkern über die Hybris des Menschen. Das Leben – eine Feier des bunten Chaos. Denn nichts ist so, wie wir glauben es zu wissen.

 

DIE AKTUELLE KRITIK

Von Christofer Schmidt, Fidena

Aus der Not eine Tugend gemacht: Das ursprünglich für die Bühne konzipierte Stück „Confetti man“ feierte seine Premiere im digitalen Raum. Anne-Kathrin Klatt und Michael Miensopust präsentieren mit ihrem Kurzfilm eine wohltuend leichtfüßige Arbeit über den Sinn und Unsinn der menschlichen Existenz (...)

 

Durch den geschickten Einsatz filmischer Mittel wirkt „Confetti man“ nicht wie die digitale Notlösung einer ursprünglich für die Bühne gedachten Arbeit, sondern wie ein klug durchkomponiertes, eigenständiges Werk, das zum Philosophieren anregt. Die Figur, die von Gavin Glover gebaut wurde, besticht durch ihre liebenswerte und unbeholfene Ausstrahlung, mit der Anne-Kathrin Klatt in ihrem Spiel wohlüberlegt umzugehen weiß. Über Nahaufnahmen und Over the shoulder shots lädt die Filmregie zur besonderen Identifikation mit der Puppe ein, deren Transformation vom anfänglich verunsicherten, zum optimistisch in die Zukunft schauenden Menschen vor allem durch das gute Zusammenspiel von Figurenführung und Filmregie gelingt.

 

Premiere: 09.04.2021

Regie & Soundcollage/Performancevideo: Michael Miensopust

Spiel & Ausstattung: Anne-Kathrin Klatt

Figur: Gavin Glover

Assistenz: Noemi Fulli

techn. Mitarbeit: Heinrich Hesse

Dank an Joachim Fleischer

Gefördert durch den Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg e. V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Universitätsstadt Tübingen und der LBBW-STiftung

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